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Yara 9 – Portalmagie und ein Wiedersehen

Tarnus Dalaris versuchte, das Portal nach Evermeet zu öffnen. Wir mussten ihn aufhalten. Tarnus wurde einst aus Evermeet verbannt und darf nie wieder zurückkehren in das gelobte Land der Elfen.
Als wir den Portalraum betraten sahen wir Tarnus in einem meditativen Zustand in der Mitte des Raumes. Bewacht wurde er von zwei weiteren doppelköpfigen Schlangen. Blutrote Schlieren ziehen sich durch den Kreis.
„Ihr solltet diesen Kreis nicht betreten“, warnte uns Elorfindar, der alte geschundene Elf, „die ersten Lebenden, die ihn betreten und nicht gewillt sind, ihn zu betreten werden ihrer gesamten Lebenskraft beraubt. Ich habe aber einen würdigen Nachfolger in meinem Sohn, ich gehe als erstes hinein!“
Doch wir hielten ihn zurück. Kein Grund, sich sinnlos in den Tod zu stürzen, wenn wir ihn erst mal aus der Ferne angreifen konnten.

Wir begannen den Kampf. Tara traf ihn als erste an der Schulter. Das Blut, das aus der Wunde tropfte, gesellte sich zum herumwabernden roten Nebel im Bannkreis.
Als Tappser und Cinar mit ihren Armbrüsten auf den Elfen schossen, unterbrach er seine Meditation und wandte sich Cinar zu. Der Kreis blieb aufrecht erhalten. Tarnus streckte seine Hand vor und eine Skeletthand schoss auf Cinar zu. Eine zweite. Zum Glück beide an ihm vorbei, der Elf war wohl sehr in seine Meditation vertieft gewesen. Glück für Cinar.
Ich stärkte meine Gefährten, wo ich konnte.
Plötzlich faltete Tarnus seine Hände zusammen, atmete tief ein und aus und der Blutzirkel fing an, stärker und stärker zu pulsieren. Er wurde grösser und weiter.
Die beiden Wachschlangen hatten es derweil auch auf uns abgesehen. Eine, von Darfin schon schwer verletzt, schaffte es jedoch, ihn mit ihrem zweiten Kopf zu beissen. Damit hatte Darfin nicht gerechnet, er schien hart getroffen und vergiftet.
Die andere Schlange griff Elorfindar an. Auch er wurde verletzt aber glücklicherweise nicht vergiftet.
Eine Skeletthand schoss aus dem Blutnebel auf Tara zu. Wo sie sie berührte, wurde ihr Körper eisig kalt. Doch sie konnte sich aufrecht halten.
Ich versuchte, ein Zaubergeschoss auf Tarnus zu wirken, doch der Bannkreis absorbierte ihn.
Die Schlange vor Elorfindar ging plötzlich in Flammen auf und biss ihn mit beiden Köpfen. Beide Elfen sahen ganz schön mitgenommen aus.
Nun traf Elorfindar auch ncoh eine Skeletthand.
Mittendrin versuchte ich, Taras Wunden zu heilen, die meiner Meinung nach am schlimmsten aussahen. Was für eine Fehleinschätzung!
Tara griff gestärkt die Schlange vor Darfin an, und konnte ihr einige Fetzen abschneiden. Lange würde diese nicht mehr durchhalten.
Doch sie biss zurück, traf aber Darfin, welcher neben Tara stand und daraufhin in Ohnmacht fiel.
Plötzlich erschien ein Wisp aus der Wand! Ich hatte nicht einmal mehr Zeit „oh nein!“ zu denken, schon war es um Darfin geschehen. Der Wisp hatte ihm seinen letzten Lebenshauch ausgesaugt und klimperte satt vor sich hin.
Tappser, ausser sich vor Wut, schlug der Schlange einer ihrer beiden Köpfe ab und zischte sie böse an.
Tarnus schien unverletzbar. Er traf den verzweifelten Elorfindar wieder mit einer Skeletthand, welcher daraufhin doch immerhin eine der beiden Schlangen töten konnte, die seinem Sohn zum Verhängnis geworden war.
Wir mussten uns erst einmal um die Schlangen kümmern, bevor noch mehr unserer Gruppe starben! Tara trennte einige Muskeln aus der verbliebenen Schlange durch, welche sie aber zurückbeisst. Nun war auch sie vergiftet. Es sah nicht gut aus für unsere Gruppe. Die wabernden Blutschlieren absorbierten Pfeile und jegliche Magie, welche wir Tarnus versuchten entgegenzuschleudern.
Cinar traf die Schlange mit einem Bolzen direkt in den Kopf. Der nächste Bolzen galt Tarnus, doch wieder zersetzte eine blutige Schliere den Pfeil.
Es brachte alles nichts. Auch Tappsers nächster Bolzen zerstob unverrichteter Dinge im Bannkreis.
„Ich denke, wir sollten uns zurückziehen und uns eine bessere Strategie ausdenken“, bemerkte ich.
Elorfindar rannte als erster raus. Als nächster Cinar. Tappser schaffte es irgendwie, die Leiche Darfins mitzutragen.
Wir zogen uns erst mal alle in die Bibliothek zurück.

Elorfindar fiel verzweifelt vor seinem toten Sohn auf die Knie. Nun konnten wir alle kurz unsere Trauer zulassen. Keiner hätte ihn retten können.

Doch die Zeit drängte. Wichtig war jetzt zu wissen, wie wir durch diesen blutigen Bannkreis kamen, den Tarnus umgab.
„Wir werden Darfin nicht ungerächt lassen“, versprach Tappser.
Doch wir brauchten alle eine kurze Rast, um zumindest wieder etwas bei Kräften zu kommen und unsere Wunden zu versorgen.
Die Bibliothek durchsuchten wir, um einen Hinweis darauf zu erhaschen, wie dieses Ritual von statten gehen sollte. Doch wir fanden nichts.

Nachdem auch Elorfindar den ersten Schock etwas überwunden hatte, schlich sich Tappser um die Ecke zum Ritualraum. Der rote Wirbel war wieder in seinem Ursprungszustand und schien nicht mehr ganz so potent wie vorhin, als Tarnus ihn irgendwie beeinflusst hatte. Dieser schien sich auch wieder ganze dem Ritual zu widmen.
Tappser schoss in einem Überraschungsangriff zweimal um die Ecke und traf den Elfen heftig.
Das war mein Stichwort; ich rannte um die Ecke und schoss meinen Lichtstrahlzauber auf Tarnus, der ihn am Kopf traf und diesen in zwei Teile riss, die wie ein Buch aufklappten. Es war vollbracht.
Der Bannkreis mit den Blutschmieren legte sich langsam auf den Boden und wir konnten den Raum ungefährdet betreten.
Cinar und Tappser durchsuchten die Elfenleiche, doch das einzig Interessante scheint seine Robe zu sein, sie ist wunderbar dunkelblau mit einer grünen Borde.
Tappser grub plötzlich wutentbrannt seine Krallen nochmals in die Brust des Gegners und schleifte ihn vor Elorfindars Füssen. Dieser lehnte aber das Angebot ab, ihn nochmals zu treten.
„Ich danke euch für diesen grossen Dienst“, spricht er stattdessen zu uns, „ohne euch wäre ich hier nicht lebend herausgekomen und es wäre noch viel Schlimmeres mit dem Portal geschehen.“
Wir guckten alle traurig und etwas zerknirscht. Damit hatten wir nicht gerechnet.
„Euer Verlust tut mir so entsetzlich leid!“, bekundete ich nochmal mein Beileid. Die anderen taten es mir nach.
Tappser übergab mir daraufhin den Mantel des toten Elfen mit den Worten:
„Hier, ich denke, der gebührt dir. Ich war zwar ziemlich sauer auf dich, dass du die Schlange am Tempeleingang geheilt hast, aber du hast deine Schuld doppelt wieder wettgemacht.“
„Ach Tappser“, meinte ich gerührt, „ich war auch sauer auf dich wegen der Schlange, doch alles vergeben und vergessen, ohne dich hätten wir hier niemals gesiegt. Vielen Dank.“
Mehr gabe es nicht zu sagen. Tappser häutete noch das Leder von den toten Amphisbaena und ich legte mir meinen schönen neuen Mantel um, den Elorfindar noch mit einem Zauber gesäubert hatte.

Elorfindar zog sich daraufhin in den Eingangsbereich zurück und wartete dort auf uns, um gemeinsam den Weg zurück in die Stadt anzutreten.
Wir sahen uns noch die weiteren Räume der Ruine an und fanden noch einen uninteressanten Weinkeller. In der Bibliothek war leider auch nichts Wissenswertes über Erleuchtung mehr zu finden.

Doch in einem abgelegenen Raum fanden Tappser und ich ein paar Truhen. Cinar hatte sich schon auf dem Weg gemacht, um Elorfindar Gesellschaft zu leisten, Tara war auf eigene Faust losgezogen.
In der ersten Truhe fand ich eine Potion of Resistance, doch der zweiten Truhe, die Tappser aufmachen wollte, wuchsen plötzlich Zähne und sie griff ihn an! Davon hatte ich schon gelesen! Eine Mimic! Oh oh…
Tappser stiess ein ultralautes Brüllen aus, das durch die gesamte Ruine hallte und doch hoffentlich auch die anderen beiden alarmierte.
Autsch! Plötzlich verbiss sich die Truhe in mich, nachdem Tappser ihr schon ordentlich eine reingehauen hatte. Jetzt wurde ich doch tatsächlich noch etwas aufgerüttelt und verbrannte die lebendige Truhe. Ihr Holz verbrannte und ihre Metallscharniere fielen zu Boden, sowie ein kleines Häuflein Gold.
Da kam Cinar völlig ausser Atem um die Ecke gerannt und auch Tara liess nicht mehr lange auf sich warten. Leider waren beide etwas zu spät. Oder genau rechtzeitig, wie man es betrachten wollte. Jedenfalls verteilten wir die 37 Gold von der Mimic untereinander.
In der letzten Truhe des Raumes war ein kleines verzaubertes Amulett, das die Konstitution des Trägers erheblich erhöhte. Wir überliessen es Tappser. Hoffentlich würde er jetzt nicht mehr ganz so oft auf dem Boden liegen.

Bild von Gerhard G. auf Pixabay

Schliesslich machten wir uns auf den Heimweg zurück nach Daggerfort. Am späten Abend kamen wir an. Gerade richtig, denn am nächsten Tag würde das Schiff ablegen, das zu schützen wir uns angeboten hatten. Der Mond erhob sich schon am Firmament.
„Ohne euch hätte es keinen guten Ausgang genommen, auch wenn es nicht gut gekommen ist“, verabschiedete sich Elandorfin von uns.
„Mein Beileid nochmal“, bekundete ich.
Wir alle verabschiedeten uns von Elandorfin und suchten uns wieder ein paar Zimmer in der River Shining Taverne, machten uns frisch und schliefen endlich wieder einmal in einem sauberen Bett die Nacht durch.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem guten Frühstück. Alle, ausser Tappser, der wohl irgendwie in eigener Mission unterwegs war.
Während des Essens kam der Wirt zu uns und übergab uns einen Brief „vom alten Elfen“, wie er meinte. In dem Brief bat uns Elorfindar zu sich, um uns trotz des Ablebens seines Sohnes zu entlohnen. Wir machten grosse Augen. Ich für meinen Teil hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Der Elf hatte momentan bestimmt andere Sorgen, als uns noch zu bezahlen, wobei ich mich total schuldig am Tode seines Sohnes fühlte.
Tappsers Rückkehr riss mich aus meinen Gedanken, als er ein Päckchen aus der Tasche zog und vor mich hinlegte. Ich machte es auf. Ein Diamant! Damit hätte ich Darfin retten können!
„Ich hoffe, du wirst ihn nicht so schnell einsetzen müssen.“
Ich bekam grosse Augen und stammelte ein „Da-danke!“ vor mich hin. Cinar und ich gaben Tappser aber jeweils 75 Gold an den Diamanten, der bestimmt einen Wert von 300 Gold haben musste!

Dann brachen wir auf zum Marktplatz für letzte Besorgungen und zu Elorfindar.
Als wir gerade auf den Platz einbiegen wollten, hörten wir eine Frau schreien: „Mein Baby! Hilfe!“
Der Hilferuf kam offensichtlich von einer Frau, die an einem Marktstand stand und auf eine Gnomin mit blutverschmiertem Gesicht und einem Körbchen in der Hand zeigte, die gerade die Beine in die Hand nahm. Die anderen hatten sie offensichtlich auch gesehen. Nur Cinar starrte ein paar Äpfel am nächstgelegenen Marktstand an. Hatte er etwa schon wieder Hunger?
Tappser indes hatte noch jemand ganz anderen erblickt: Hideko! Der sich mit Nehil unterhielt! Bevor wir wusssten, wohin mit unseren Augen, rannte Tappser, den Namen des Tabaxijungen rufend hinter den beiden her. Ich hatte sowieso noch eine Rechnung mit Hideko, dem untoten Ghul offen, daher rannte auch ich Tappser hinterher. Cinar hatte sich wohl vom Apfel loslösen können und kam auch hinter uns her.

Als einzige rannte Tare der Kindsräuberin hinterher. Doch nach dem Marktplatz verlor sie die Gnomin schon gleich aus den Augen. Geradeaus oder in die Gasse rein? Tara entschied sich für die Gasse. Richtig geraten! Hinter der nächsten Ecke gab es drei Möglichkeiten; links, rechts oder geradeaus. In der Schnelle entschied scih Tara für die rechte Gasse und erblickte die Gnomin erneut hinter der nächsten Ecke. Endlich konnte sie sie einholen und stellte sie auf einem Hinterhof. Eine Wache, die scheinbar die ganze Situation beobachtet hatte, kam Tara dabei zur Hilfe. Die Räuberin war eingekesselt.

Wir anderen rannten in der Zeit Hideko und Nehil hinterher. Erst bemerkten sie uns anscheinend nicht, doch weil Cinar beim Rennen ordentlich mit seiner Rüstung klapperte, sah uns Hideko dann doch, packte Nehil fester bei der Hand und fing an zu rennen. Wir hinterher, ich war mit meinen kürzeren Beinen relativ schnell etwas abgeschlagen, doch wir holten sie in einer Seitengasse mit einem hohen Turm trotzdem ein.
Der erste Angriff von Tappser übertrug Hideko durch eine aufgemalte magische Rune auf Nehil, welcher getroffen zu Boden sank und anfing zu jammern.
Plötzlich schoss vom hohen Turm hinter uns ein Blitz hinunter auf Tappser. Troy.
„Gebt uns die Kette und wir lassen euch in Frieden!“, rief er vom Dach des Turms hinunter, auf dem er sass, als wäre das sein Lieblingsplatz um ein Eis zu essen und den Sonnenuntergang zu geniessen.
„Die haben wir nicht mehr!“, antwortete ich wahrheitsgemäss. Was für ein Zufall, dass wir die Kette Tara überlassen hatten.
„Wir haben sie verkauft an einen fahrenden Händler nach Baldur’s Gate!“, rief Cinar.
„Den hätten wir sehen müssen, wir sind letzte Nacht gerade erst hierher gekommen.“
„Pff, keine Ahnung, vielleicht ist der Händler auch noch irgendwo hier in der Nähe.“
„Ich glaube euch nicht, irgend etwas stimmt da nicht.“
Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn sie so einfach zu überzeugen gewesen wären.
Cinar schoss mit seiner Armbrust auf Hideko.
Nun kam auch Sarah hinter einem Haus um die Ecke. Sie beschwor eine spirituelle Waffe, die Cinar versuchte anzugreifen, allerdings traf sie ihn erst mal nicht.
„Ihr könnt es uns noch einmal erklären, wo ihr das Amulett habt, wir haben nicht vor euch zu töten“, versuchte Troy es noch einmal.
Jegliche Angriffe auf Hideko konnte dieser mit irgend einer aufgemalten magischen Rune abwehren. Troy war sowieso ziemlich stark und Sarah konnte ich auch nicht richtig einschätzen. Offenbar konnte sie ihre Ghulgeschwister irgendwie stärken und sogar heilen. Ich fühlte mich, auch mit Tappser und Cinar, den dreien nicht so ganz gewachsen. Sie hatten doch einiges dazugelernt bei dieser komischen Mondtriadenuntergrundghulorganisation. Ich sah ziemlich schwarz für diesen Kampf.
Plötzlich war tatsächlich alles schwarz. Nein, nicht einmal das, es war einfach…nichts. Nicht hell, nicht dunkel, nicht schwarz, nicht weiss, nicht rot, nicht blau, nicht warm, nicht kalt, einfach nichts, nichts, gar nichts. Was war das denn jetzt wieder? Eben stand ich noch zwischen den Häusern, mitten im Kampf und nun schien ich irgendwo im Nirgendwo gelandet zu sein. Bei Mielikki! Hatte mich etwa auch so ein Speer getroffen, in dem Tara so lange gefangen war? Hatte mich überhaupt jemand angegriffen? Ich stand doch eigentlich relativ weit weg von…
Plopp!
Und plötzlich stand ich wieder da, wo ich vorher gewesen war. Keiner kämpfte mehr und alle hatten anscheinend ihre Waffen weggesteckt.
Doch dann sah ich ein verruchtes Grinsen auf Tappsers Gesicht und wusste, dass es noch nicht vorbei war. Er rammte seine beiden Dolche in Sarah, die hinter einer Hausecke stand. Und alle machten zogen sie ihre Waffen wieder. Ich war total verwirrt; was war in der Zeit los gewesen, die ich im Nichts verbracht hatte? Wie lange war ich weg gewesen?
Hideko schien es sich anders überlegt zu haben und steckte seine Waffe wieder weg, gab Tappser einen Schubser, woraufhin Sarah ihn…einfror? Na, jedenfalls bewegte sich kein Schnurrhärchen mehr.
„Was ist hier los!?“, verlangte ich zu wissen.
Cinar erklärte mir, dass sie gerade ausgehandelt hatten, das Amulett, das ja so etwas wie das Zuhause der Ghule gewesen war und ihrem toten Bruder gehörte, zurückzugeben. Im Gegenzug dazu würden diese keine Hand mehr an jemanden anlegen, den wir kannten und sollten mit dem Schmuckstück verschwinden.
Doch dann hatte Tappser seine Dolche in Sarah gesteckt. Ohmann…

Bild von Engin Akyurt auf Pixabay

Mir war das alles zu heikel. Wir waren in einer schlechteren Position, die drei Ghule waren mir zusammen zu stark, Troy war in erhöhter Position, an den kamen wir nicht ran, er jedoch konnte uns beschiessen, wie er wollte. Und wer weiss, wieviele magische Runen sich Hideko noch aufgemalt hatte. Dann lieber das Amulett holen und denen erst in vielen Jahren wieder begegnen, wenn wir ihnen gewachsen sein würden.
Also liessen wir sie Tappser seine zwei Dolche abnehmen und an einen Brunnen fesseln. Er und Nehil waren unser Pfand, mit dem die Ghule sicherstellen konnten, dass wir mit dem Amulett wiederkamen. Eigentlich kein schlechter Deal.

Cinar und ich wollten gerade los um Tara zu suchen, als Tappser sich mit einem seiner versteckten Dolche die Fesseln durchschnitt.
Und der Kampf begann erneut…und damit auch erneute Verhandlungen durch die Ghule. Erstaunlicherweise. Naja, sie brauchten uns. Nur wir wussten, wo das Amulett war und hatten ihnen bisher offensichtlich nicht die Wahrheit gesagt. Also konnten sie uns vorerst nicht töten, solange sie das Amulett nicht hatten. Ich war mir nicht ganz sicher, ob wir ihnen trauen konnten aber wir hatten unser Wort (und Nehil und Tappser als… nunja, „Pfand“) gegeben. Ich wollte mir zumindest selber noch vertrauen können. Wenn wir den untoten Kindern das Amulett gegeben hatten und sie uns erneut angriffen… darum würden wir uns später Gedanken machen müssen. Erst mussten wir aus dieser Situation irgendwie rauskommen.

Verhandlungen mit Tappser nützten alle nichts. Er liess sich nicht davon abbringen, egal, wer ihm was drohte oder versprach.
Hideko aktivierte eine weitere Rune, wurde plötzlich riesig und schlug Tappser mit einem Hieb bewusstlos.
Endlich konnten Cinar und ich uns auf die Suche nach Tara machen.

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