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Ernährung,  Ethik,  Gesundheit

Cholesterin – Behandlung und Ethik

Cholesterin – Behandlung und Ethik

Wie wird der Cholesterinspiegel beeinflusst?

Ein hoher Blutcholesterinspiegel ist sehr gefährlich. Er kann zu Gefässverengungen, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Krampfadern, Thrombosen und vielen weiteren schwerwiegenden Krankheiten führen (warum? Darum!). Vieles in unserer Ernährung kann einen Einfluss auf den Blutcholesterinwert haben: Nahrungsfette jeglicher Art wie Butter, Pflanzenöle, Pommes, Margarine; tierische Proteine wie Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Käse, Joghurt; verarbeitete Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Einfachzuckern wie Weissbrot, Süssigkeiten, Kuchen, Keksen und vieles mehr. Kurz: tierische Lebensmittel und Pflanzenöle führen zu einem erhöhten Blutcholesterinwert, wohingegen pflanzliche Lebensmittel mit einem tiefen Blutcholesterinwert verbunden sind.[1] Vor allem ein hoher Konsum von komplexen Kohlenhydraten und pflanzlichen Proteinen hat einen überaus positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Menschen.[2]

pills statins
Lecker, Pillen!

Wie wird hoher Cholesterinspiegel behandelt?

Im Groben gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, eines hohen Cholesterinspiegels Herr zu werden: Medikamente oder Lebensweise und Ernährung.

Man kann Statine nehmen…

Wenn ihr zu eurem Arzt geht und dieser einen erhöhten oder gar gefährlich hohen Cholesterinspiegel feststellt, wird er sehr wahrscheinlich eine bestimmte Art von Medikament verschreiben: Statine. Ausserdem wird der Arzt dir sagen, dass du diese Medikamente sehr wahrscheinlich den Rest seines Lebens einnehmen musst. Statine sind die meistverschriebenen Medikamente der 2000er Jahre.[3] Sie senken den Blutcholesterinwert durch Hemmung eines Enzyms (genannt HMG-CoA Reduktase), das bei der Cholesterinproduktion in der Leber involviert ist. Hierdurch wird zwar der Blutcholesterinwert gesenkt, die Gesundheit der Arterien wird dadurch jedoch nur minimal beeinflusst. Menschen mit sehr weit fortgeschrittener Herzkrankheit werden zwar sehr wahrscheinlich davon profitieren, doch die Nebenwirkungen von Statinen sind zu gravierend, um sie an anderweitig gesunde,  an leicht erhöhtem Cholesterinspiegel leidende Menschen zu verschreiben. Was jedoch immer wieder passiert.[4] Ironischerweise sind Diabetes, Nierenversagen, plötzliches Absinken des Cholesterinspiegels sogar Anhaltspunkte auf ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten. Dies alles sind auch Nebenwirkungen der Statine. Ausserdem können die Wirkstoffe des Medikaments die Blut-Hirn-Schranke passieren, der Schranke die dein Hirn vor unwillkommenen Eindringlingen beschützt. Dies kann zu Gedächtnisverlust, Schlafstörungen und Störungen in der Cholesterinsynthese im Gehirn führen. Ob dadurch unter anderem auch Alzheimer entstehen kann oder begünstigt wird, müssen weitere Studien zeigen.[5]

…oder die Ernährung umstellen

Ärzte und medizinische Pioniere wie Nathan Pritikin, Dean Ornish und Caldwell Esselstyn Jr. zeigen schon seit über 30 Jahren, dass Herzkrankheiten umkehrbar sind und zwar ganz ohne Medikamente. Die Ärzte haben ihre Patienten auf eine pflanzenbasierte Ernährungsweise umgestellt, wie sie die afrikanischen und asiatischen Völker assen, bei denen Herzkrankheiten nahezu unbekannt sind. Sie hofften, dass diese Umstellung wenigstens das Fortschreiten der Krankheit aufhalten würde. Doch was passierte, überstieg all ihre Hoffnungen. Die Arteriosklerose ihrer Patienten begann, sich zurück zu bilden.[6]

Unser Körper versucht ständig, sich selber zu heilen. Wenn er jedoch nie die Chance dazu bekommt und immer weiter mit krankmachenden Substanzen überschüttet wird, kann dies nie passieren. Die Selbstheilung des Körpers muss den Schaden, den wir ihm zufügen zumindest einholen können.

esselstyn arterie
Die Herzarterie eines Patienten von Dr. Caldwell Esselstyn Jr. vor und nach 32 Monaten der Ernährungsumstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung

 

Studien zeigen, dass das Essen von pflanzlichen Proteinen (beispielsweise Soja) sogar einen grösseren positiven Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel hat, als eine Reduktion der Fett- und Cholesterinaufnahme. Tierische Proteine erhöhen das Blutcholesterin sogar vielmehr, als gesättigte Fette und Nahrungscholesterin.[7]

Warum sind dann die zugänglichen Informationen zu Cholesterin so verwirrend?

Krankheit ist ein Riesengeschäft. Wie schon weiter oben gesagt, waren Statine die meistverschriebenen Medikamente der 2000er Jahre. Das Lipitor (USA), oder Sortis (Deutschland) genannte Statin, ist mittlerweile das meistverkaufte Medikament aller Zeiten und hat der Herstellerfirma Pfizer über 140 Milliarden Dollar (ca. 134 Milliarden Euro) eingebracht. Welche Firma würde auf solch riesige Gewinne verzichten wollen?

85% der klinischen Studien und 97% der wichtigen und meistzitierten Studien zu Statinen wurden von der Pharmaindustrie gesponsert.[8] Das heisst aber auch, dass diese Studien nicht mehr objektiv sind! Die Pharmaindustrie kann so die Nebenwirkungen verheimlichen und willkürliche Ergebnisse publizieren, da ihr die Daten der „Forschung“ gehören. Seitdem dies aber bekannt geworden ist, sind keine unabhängigen Studien mehr durchgeführt worden, die die Wirkung von Statinen bekräftigten. Trotzdem werden Statine immer noch fröhlich weiter verschrieben. Die Firma Pfizer verdiente im Jahr 2014 noch stets 388 Millionen US-Dollar an Lipitor, jedoch verzeichnete sie dies in ihrem Geschäftsbericht 2015 als einer der Hauptgründe für einen Rückgang der Gesamteinnahmen von 9%, da viele Generika auf dem Markt seien.[9]

Wer würde da nicht wollen, dass der normale Bürger verwirrt ist, was das Thema Cholesterin angeht, wenn es um so viel Geld geht…?

Quellen:

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